Klassenzimmer gehören zu den wichtigsten Orten gesellschaftlicher Auseinandersetzung. Kinder und Jugendliche eignen sich dort nicht nur in den unterschiedlichsten Fächern Wissen an, sie erlernen methodische, kommunikative und auch soziale Kompetenzen. Doch das Klassenzimmer ist kein „neutraler Raum“. Schüler/innen sowie Pädagog/innen bringen ihren Alltag, ihre Erfahrungen, ihre Persönlichkeiten in den Raum ein, sie passen ihn an und verändern ihn. Selbstverständlich spielen in diesem Gefüge auch gesellschaftliche Konflikte und Herausforderungen eine Rolle, wie leider auch vermehrt der Antisemitismus. Auch wenn große gesellschaftliche Probleme nicht allein im Klassenzimmer gelöst werden können, ist das Anliegen dieser Broschüre, Lehrpersonen im Hinblick auf diese gesellschaftliche Herausforderung pädagogisch zu unterstützen. Denn die Fähigkeit, Antisemitismus in seinen alten und neuen Formen erkennen und ihm begegnen zu können, ist eine zentrale Voraussetzung antisemitismuskritischer Bildungsarbeit.
Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) und das OeAD-Programm erinnern:at haben in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Salzburg Stefan Zweig diese neue Broschüre entwickelt.