Null Toleranz! Keine Gewalt an Wiener Schulen

Keine Gewalt an Wiener Schulen
„Null Toleranz bei Gewalt an Schulen ist eines meiner zentralen Anliegen. Kinderschutz ist die Voraussetzung für gute Schulen und alle Wiener Schulen sind damit beauftragt, Kinderschutzkonzepte samt Risikoanalyse und unter Einbindung aller Schulpartner:innen zu erarbeiten. Zusätzlich werden wir in der Bildungsdirektion eine Kompetenzstelle Kinderschutz einrichten“, betont Heinrich Himmer, Bildungsdirektor für Wien.

"Starke Kinder - Sichere Schule" 4. Runder Tisch:
Gemeinsam gegen Gewalt an Schulen

Am 13. Februar 2023 findet ein weiterer Runder Tisch Gegen Gewalt an Schulen statt. Eingeladen sind alle Schulpartner:innen, Institutionen aus den Bereichen Sicherheit, Bildung und Jugend, die Repräsentant:innen aller im Wiener Gemeinderat vertretenen Parteien sowie der Religionsgemeinschaften.

Kinderschutzkonzepte an allen Wiener Schulen
Alle Wiener Schulen sind damit beauftragt, ein Kinderschutzkonzept inklusive Risikoanalyse unter Einbindung der Schüler:innen, Pädagog:innen, Eltern/Erziehungsberechtigten und allen weiteren am Schulleben beteiligten Personen zu erstellen. Zur Unterstützung wurde Ihnen ein Rahmenkonzept zur Verfügung gestellt. Dieses umfasst unter anderem die Erarbeitung eines Verhaltenskodex, das Thematisieren von Situationen mit besonderem Körperkontakt sowie emotionalen Situationen und die Beziehungs- und Kontaktgestaltung. Weiters wird festgehalten, dass Schüler:innen niemals zur Geheimhaltung aufgefordert werden dürfen. Im Rahmen der Präventionsarbeit ist ein Beschwerdemanagement festzulegen, das es Schüler:innen ermöglicht, Missstände niederschwellig und anonym zu melden.

siehe Downloads: Rahmenkonzept Kinderschutzkonzept für Wiener Schulen

Fortschrittsmonitor zum Umsetzungsstand zu Null Toleranz!

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Am 5. Dezember 2022 wurde der Kommissionsbericht zu Missbrauchsfällen an einer Wiener Sportmittelschule veröffentlicht. Die Kommission, bestehend aus Mitarbeiter:innen der Bildungsdirektion, der Kinder- und Jugendanwaltschaft und der Kinder- und Jugendhilfe, hat den Fall aufgearbeitet. Die Kommission hatte darüber hinaus die Aufgabe, Empfehlungen zu erarbeiten, um strukturelle, juristische, organisationale und kommunikative Maßnahmen zu treffen, damit solche Fälle künftig verhindert oder schnell erkannt werden können.

Es war immer das Ziel, den Opfern und Betroffenen zu helfen, Fehlverhalten schonungslos aufzudecken und Konsequenzen für die Zukunft zu ziehen. Daher hat sich die Bildungsdirektion verpflichtet, alle Empfehlungen, die die Kommission in ihrem vorläufigen Endbericht gibt, umzusetzen. Den Stand der Umsetzung sehen Sie auf dem Fortschrittsmonitor (verlinken: https://gegen-gewalt-an-schulen.at/)

„Wichtig ist, dass nun auf Grundlage der Empfehlungen der Kommission ein Entwicklungs- und vor allem auch Sensibilisierungsprozess in Schulen in Gang kommt, in dem von den Schüler:innen, Lehrer:innen, Eltern bis hin zu Direktor:innen und Schulpsycholog:innen alle beteiligt sind. Es braucht vor allem dringend Schulungen für die Verantwortlichen wie bei Verdachtsfällen von Gewalt an Kindern zum Schutz von diesen vorgegangen werden muss. Die gemeinsame Erarbeitung klarer Verhaltensregeln im Rahmen passgenauer Kinderschutzkonzepte kann der gesamten Schulgemeinschaft helfen eine sichere und gute Bildungsatmosphäre im Lebensraum Schule zu etablieren und zu bewahren“, sagt Hedwig Wölfl, Geschäftsführerin der Kinderschutzorganisation die „die möwe“.

Veröffentlicht am 19.12.2022