Schultypen der allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS)

Aufgabe und Ziel der allgemeinbildenden höheren Schulen ist es, den Schülerinnen und Schülern eine umfassende und vertiefte Allgemeinbildung zu vermitteln und damit auch eine Voraussetzung für ein Universitätsstudium zu schaffen.

 

Gemäß ihrem Bildungsauftrag bieten die allgemeinbildenden höheren Schulen eine breite Palette an verschiedenen Schulformen an.

Übersichtsgrafik Schultypen der AHS (18 KB GIF)

Unterstufe

Grundsätzlich besteht in den ersten beiden Klassen der Unterstufe (5. und 6. Schuljahr) Lehrplangleichheit. Mit Beginn der 3. Klasse gibt es folgende Differenzierung:

  • Gymnasium (Latein oder zweite lebende Fremdsprache)
  • Realgymnasium (vermehrt Mathematik, Geometrisches Zeichnen, Werkerziehung)
  • Wirtschaftskundliches Realgymnasium (vermehrt Chemie, Werkerziehung).

Die Mehrzahl aller AHS-Standorte führt Englisch als erste lebende Fremdsprache ab der ersten Klasse. Zwei Schulen bieten Französisch, eine Schule Russisch als erste lebende Fremdsprache an.

Oberstufe

In der Oberstufe (5. bis 8. Klasse) gibt es neben den aus der Unterstufe fortgeführten drei Grundtypen noch das Oberstufenrealgymnasium (ORg). Es ist durch eine starke Differenzierung an den Standorten gekennzeichnet:

  • Instrumentalmusik
  • Naturwissenschaftlicher Unterricht
  • Bildnerisches Gestalten und Werkerziehung
  • Informatik
  • Medien (u.a. audiovisuelle Medien)
  • Musikalischer Schwerpunkt (Sonderform; Aufnahme nur mit Eignungsprüfung)
  • Sportlicher Schwerpunkt (Sonderform; Aufnahme nur mit Eignungsprüfung)

Wahlpflichtfächer

Wahlpflichtfächer bieten Schülerinnen und Schülern der Oberstufe die Möglichkeit, individuelle, schülerautonome Schwerpunkte zu setzen. So können Schülerinnen und Schüler ihren Bildungsweg nach eigenen Interessen mitgestalten.

 

Reifeprüfung

Voraussetzung für den Antritt zur standardisierten, kompetenzorientierten Reifeprüfung ist der positive Abschluss der 8. Klasse.

Die Reifeprüfung ist nach dem Drei-Säulen-Modell aufgebaut:

  • Eine schriftliche vorwissenschaftliche Arbeit mit anschließender Präsentation
  • Standardisierte und nicht-standardisierte schriftliche Klausuren
  • Mündliche Prüfungen

Alle Schülerinnen und Schüler entscheiden selbst, ob sie drei schriftliche und drei mündliche oder vier schriftliche und zwei mündliche Prüfungen ablegen.

 

Veröffentlicht am 03.12.2019